Eine Reise nach Indien kann für viele Urlauber einen Kulturschock bedeuten. Es gibt in Indien Busse ohne Bremsen, Kühe auf der Autobahn und unbeleuchtete Rollfelder auf Flughäfen. Mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern ist das Land eines der bevölkerungsreichsten Länder der Welt. In Indien sieht man nicht nur Fortschritt, Kultur und Tempelfeste, sondern leider auch viel Elend und Armut.

Bettelnde Kinder

Für viele Indien-Urlauber kann bereits der Transfer vom Flughafen zum Hotel zu einer Tortur werden. An der roten Ampel trifft man auf bettelnde Gestalten, welche ans Fenster klopfen und ihre Leiden zeigen. Das man sich die Beine vertreten kann, das ist nur für wirklich Hartgesottene zu empfehlen.

Auch wenn die Wirtschaft jedes Jahr wächst, verdienen 30 Prozent aller Inder weniger als einen US Dollar am Tag. Darüber hinaus sind mehr als 35 Prozent Analphabeten.

Flexible Time

Foto: pixabay.com

Die indische Zeit ist relativ. Sie wird auch als „flexible time“ bezeichnet. So kann ein Treffen um 14 Uhr um diese Uhrzeit oder eine Stunde später stattfinden. Meistens geht es sogar noch später. Die Pünktlichkeit hat in Indien keinen hohen Stellenwert. Der indische Alltag ist von vielen Improvisationen geprägt. Darüber hinaus muss man bedenken, dass man in den Großstädten Mumbai und Delhi unheimlich lange unterwegs ist.

Für den deutschen Urlauber ist dieses Szenario natürlich nicht vorstellbar. Eine andere Sache ist, dass die Inder in vielen Situationen einfach gelassen bleiben, wenn der Bus in der Nacht zusammenbricht und man lange auf einen geeigneten Ersatz warten muss.

Behördengänge

Behördengänge sollte man laut den Indern lieber sein lassen. Die langatmige Verwaltung Indiens ist ein britisches Erbe. Indien belegt derzeit Platz 94 von 175 Ländern im Korruptionsindex. Wer in Indien Behördengänge machen möchte, der muss Nerven aus Stahl haben. In vielen Fällen kann es sein, dass man einen ganzen Tag bei einer Behörde einplanen muss.

Straßenverkehr

Es ist eine Extremsportart sich mit dem Taxi oder Moped durch den Verkehr der indischen Großstädte zu quälen. Selbst erfahrene Reisende aus Italien und China können in dem Land neue Dimensionen der Angst erleben. Es gibt im Jahr 120.000 Menschen, die aufgrund von Unfällen sterben. Mit einem Urlaub in einem Ferienhaus am Balaton ist ein Besuch in Indien natürlich nicht zu vergleichen.

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
Veröffentlicht am: