Zu viel Stress, zu langes Sitzen, zu häufiges Blicken auf den Monitor oder sogar zu viel Langeweile – Arbeit kann krank machen. Betroffene leiden dann unter Symptomen wie Rückenschmerzen, brennenden Augen oder depressiven Verstimmungen. Wie beugt man solchen Krankheiten rechtzeitig vor?

Brennende Augen durch Bildschirmarbeit

Die Arbeit am Computerbildschirm bestimmt mehr und mehr den Arbeitsalltag. Laut dem Digital Office Index 2018 arbeitet bereits jeder zweite Arbeitnehmer am Computer, und acht Stunden vor dem Monitor sind keine Seltenheit mehr. Doch genau das schadet den Augen. Wer zu lang auf den Bildschirm schaut, riskiert müde, trockene und brennende Augen. Wer die Möglichkeit hat, sollte daher versuchen, regelmäßig zwischen Computerarbeit und anderen Aufgaben wie Telefonaten oder Meetings mit Kollegen zu wechseln, um den Augen eine Pause zu gönnen. Zusätzlich sollte man Maßnahmen ergreifen, um den Sehapparat weniger stark zu beanspruchen.

Wer eine Sehhilfe benötigt, sollte statt Kontaktlinsen lieber eine Brille tragen, da die Linsen dem Auge Wasser entziehen. Das regelmäßige Blicken auf den Bildschirm verstärkt darüber hinaus die Symptome trockener Augen wie Jucken oder Brennen. Dank Labels wie Boss Orange ist die Brille schon lange nicht mehr bloß eine funktionale Sehhilfe, sondern zu einem modischen Statement geworden. Davon zeugt nicht zuletzt die große Auswahl an markanten Modellen bei Edel-Optics. Prinzipiell versorgt regelmäßiges Blinzeln die Hornhaut zwar mit ausreichend Feuchtigkeit, beim Arbeiten vor einem Monitor reduziert sich jedoch die Häufigkeit des Lidschlags. Man blinzelt weniger und leidet in der Folge schnell unter trockenen Augen. Deshalb ist es ratsam, regelmäßig vom Bildschirm aufzublicken und den Blick durch den Raum schweifen zu lassen oder spezielle Augenübungen durchzuführen.

Rückenschmerzen durch häufiges Sitzen

Doch nicht nur die Augen leiden unter der täglichen Arbeit vor dem Computer. Der gesamte Skelett- und Muskelapparat wird durch ständiges Sitzen stark beansprucht. Eine falsche Haltung am Schreibtisch tut ihr Übriges – vor allem Büroangestellte haben häufig mit Rückenschmerzen zu kämpfen. Insbesondere die Bandscheiben werden bei langem Sitzen beeinträchtigt – sie weichen nach hinten aus und drücken so auf die Nerven im Rückenmarkskanal. Um diesen Schmerzen vorzubeugen, ist es ratsam, so oft wie möglich aufstehen. Anstatt dem Kollegen eine E-Mail zu schreiben, sollte man ihn das nächste Mal also einfach persönlich aufsuchen.

Beim Sitzen ist es hilfreich, sich ab und an nach vorn zu beugen und die Sitzposition zu wechseln, sodass die Durchblutung angeregt wird. Empfehlenswert sind außerdem höhenverstellbare Schreibtische, die es ermöglichen, im Stehen zu arbeiten. Das schont den Rücken und kann ebenfalls helfen, Skelett- und Muskelerkrankungen vorzubeugen.

Bore-Out-Syndrom: Krank durch Langeweile

Das Burn-Out-Syndrom ist den meisten ein Begriff. Aber dass auch Unterforderung krank machen kann, wissen die wenigsten. Die Symptome sind denen der Überarbeitung ähnlich. Neben Rücken- oder Kopfschmerzen können auch Depressionen, Schlafstörungen oder psychosomatische Erkrankungen wie Magenbeschwerden Anzeichen eines Bore-Out-Syndroms sein.

Gefährdet ist, wer sich tagtäglich unterfordert fühlt und sich am Arbeitsplatz langweilt. Diese Krankheit hat nichts mit Faulheit zu tun – hier liegt die Verantwortung beim Vorgesetzten, der seinem Mitarbeiter entweder die falschen oder zu selten anspruchsvolle Aufgaben zuteilt. Betroffene ziehen ihre wenigen Aufgaben oft in die Länge, um ihr Nichtstun zu vertuschen. Um der Krankheit rechtzeitig zu entkommen, sollten Betroffene sich aktiv an ihren Vorgesetzten wenden und mehr Aufgaben oder vielleicht sogar eine Umschulung für einen anderen Bereich im Unternehmen einfordern. Lenkt der Arbeitgeber nicht ein, ist es Zeit, sich nach einem anderen Job umzuschauen.


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Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: redaktion@mittelstand-nachrichten.de
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