Finanzen

Gewerbesteuereinnahmen 2025: Gemeinden erzielen Rekord

Die Gemeinden in Deutschland haben im Jahr 2025 rund 76,4 Milliarden Euro an Einnahmen aus der Gewerbesteuer erzielt. Dies bedeutet ein Plus von rund 1,1 Milliarden Euro oder 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte.

2025 92,5 Milliarden aus Gewerbesteuereinnahmen und Grundsteuer

Damit wurde auch 2025 ein neuer Rekordwert bei den Gewerbesteuereinnahmen erreicht. Nach einem Rückgang im ersten Corona-Jahr 2020 waren die Gewerbesteuereinnahmen bereits in den Jahren 2021 bis 2024 auf neue Höchststände seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1991 gestiegen.

Die höchsten Anstiege bei den Gewerbesteuereinnahmen verzeichneten Schleswig-Holstein und Saarland mit jeweils +13,0 Prozent sowie Hamburg mit +11,1 Prozent. Insgesamt stiegen die Einnahmen in elf Bundesländern an. Fünf Bundesländer verzeichneten hingegen rückläufige Gewerbesteuereinnahmen gegenüber dem Vorjahr. Dies waren Bremen mit -12,0 Prozent, Baden-Württemberg mit -7,2 Prozent, gefolgt von Sachsen mit -6,9 Prozent, Brandenburg mit -6,8 Prozent, und Rheinland-Pfalz mit -4,7 Prozent.

ARKM.marketing
     


Die Einnahmen der Gemeinden aus der Grundsteuer A, die auf das Vermögen der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe erhoben wird, betrugen im Jahr 2025 insgesamt 0,3 Milliarden Euro. Das war ein Rückgang um 19,6 Prozent zum Vorjahr. Aus der Grundsteuer B, die auf Grundstücke außerhalb der Land- und Forstwirtschaft erhoben wird, nahmen die Gemeinden im Jahr 2025 insgesamt 15,8 Milliarden Euro ein, das war ein Plus von 0,7 Prozent. Die Möglichkeit, eine Grundsteuer C auf unbebaute baureife Grundstücke festzusetzen, haben nur wenige Gemeinden genutzt. Die Einnahmen daraus betrugen im Jahr 2025 insgesamt 5,8 Millionen Euro. In der Summe blieb das Aufkommen aus Grundsteuern aller Gemeinden gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 16,1 Milliarden Euro.

Insgesamt erzielten die Gemeinden in Deutschland im Jahr 2025 Einnahmen aus den Realsteuern, das heißt aus Grund- und Gewerbesteuer, von rund 92,5 Milliarden Euro. Gegenüber 2024 war dies ein Anstieg um 1,2 Milliarden Euro beziehungsweise 1,3 Prozent.

Die von den Gemeinden festgesetzten Hebesätze zur Gewerbesteuer sowie zur Grundsteuer A, B und C entscheiden maßgeblich über die Höhe ihrer Realsteuereinnahmen. Im Jahr 2025 lag der durchschnittliche Hebesatz aller Gemeinden in Deutschland für die Gewerbesteuer bei 410 Prozent und damit einen Prozentpunkt über dem Vorjahreswert. Bei der Grundsteuer A stieg der durchschnittliche Hebesatz im Jahr 2025 gegenüber 2024 um 15 Prozentpunkte auf 377 Prozent.

Foto: Rathaus (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

Zeige mehr
     


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ich willige ein, dass meine Angaben aus diesem Kontaktformular gemäß Ihrer Datenschutzerklärung erfasst und verarbeitet werden. Bitte beachten: Die erteilte Einwilligung kann jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@sor.de (Datenschutzbeauftragter) widerrufen werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Schließen

Werbeblocker erkannt!

Werbeblocker erscheinen auf den ersten Blick praktisch, weil sie störende Anzeigen ausblenden. Doch viele Internetseiten finanzieren sich ausschließlich durch Werbung – das ist oft die einzige Möglichkeit, die Kosten für Redaktion, Technik und Personal zu decken. Wenn Nutzer einen Werbeblocker aktivieren, entziehen sie der Seite diese wichtige Einnahmequelle. Die Folge: Verlage und Webseitenbetreiber verlieren  Einnahmen, die oft sogar die Gehälter ganzer Teams oder Redaktionen gefährden. Ohne Werbeeinnahmen fehlen die Mittel, um hochwertige Inhalte kostenlos anzubieten. Das betrifft nicht nur große Medienhäuser, sondern auch kleine Blogs, Nischenportale und lokale Nachrichtenseiten, für die der Ausfall durch Werbeblocker existenzbedrohend sein kann. Wer regelmäßig eine werbefinanzierte Seite nutzt, sollte sich bewusst machen, dass der Betrieb und die Pflege dieser Angebote Geld kosten – genau wie bei einer Zeitung oder Zeitschrift, für die man selbstverständlich bezahlt. Werbeblocker sind daher unfair, weil sie die Gegenfinanzierung der Verlagskosten und Personalgehälter untergraben, während die Inhalte weiterhin kostenlos genutzt werden. Wer den Fortbestand unabhängiger, kostenloser Online-Inhalte sichern möchte, sollte deshalb auf den Einsatz von Werbeblockern verzichten oder zumindest Ausnahmen für seine Lieblingsseiten machen. Wenn Sie unsere Seite weiterhin lesen möchten, dann seien Sie fair! Danke.