Wirtschaft

BDI-Alarm: Russische Sabotageakte bedrohen deutsche Industrie

Nach der jüngsten Russlandwarnung des Bundesnachrichtendienstes (BND) schlägt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) Alarm.

Russische Sabotageakte werden immer offensichtlicher!

„Die deutsche Industrie stellt sich darauf ein, dass die Bedrohung anhält und die Angriffsmethoden vielfältiger werden“, sagte der stellvertretende BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch dem „Handelsblatt“. „Unternehmen geraten nicht zufällig ins Visier.“ Eine leistungsfähige Industrie sei „Voraussetzung für Verteidigungsfähigkeit, Versorgungssicherheit und staatliche Handlungsfähigkeit“.

Russische Einfluss- und Sabotageaktivitäten seien „längst kein abstraktes Szenario mehr“, sagte Lösch weiter. „Unternehmen, kritische Infrastrukturen und verteidigungsrelevante Lieferketten stehen bereits heute im Fokus der Angriffe.“ Der Schutz der Industrie müsse deshalb „ein Grundbaustein der nationalen Sicherheit sein und politische Priorität haben“, sagte Lösch. „Da sich Art und Ziel möglicher Angriffe nur schwer vorhersagen lassen, braucht es eingespielte Prozesse und einen engen Austausch zwischen Staat und Wirtschaft.“

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Bei der Abwehr sieht Lösch jedoch erhebliche Defizite. Die „größte Schutzlücke“ liege beim Übergang von Warnungen der Sicherheitsbehörden zum Handeln. Unternehmen würden zwar zunehmend über Gefährdungen informiert, und die Zusammenarbeit mit den Behörden habe sich deutlich verbessert. „Was weiterhin fehlt, sind gemeinsame Verfahren, um aus Warnungen schnell konkrete Maßnahmen abzuleiten.“

Foto: Stahlproduktion (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur

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