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Trotz der blutigen Unruhen eröffnen sich deutschen Unternehmen gerade jetzt Chancen in der Region

Hamburg (ots) – 19. April 2011 – Deutsche Unternehmen sollten Syrien trotz der Aufstände nicht abschreiben. „Jetzt öffnet sich ein wichtiges Zeitfenster: Die syrische Regierung will bis 2015 etwa 100 Milliarden Dollar investieren. Wer jetzt zu lange zögert, geht leer aus“, sagte der deutsch-syrische Unternehmer Chawkat Takla in einem Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin ‚impulse‘ (Ausgabe 5/2011, EVT 28. April) „Made in Germany“ sei in den arabischen Ländern viel wert – „wenn sich die deutschen Unternehmen in die Region wagen, haben sie alle Chancen“, so Takla.

Takla kam kam als 18-Jähriger aus Syrien nach Deutschland. Der Diplom-Ingenieur gründete 1983 die Miditec Datensysteme GmbH in Bremen. Das Unternehmen mit 60 Mitarbeitern ist auf Sicherheitssysteme für Gebäude spezialisiert, etwa für Luxushotels oder Firmensitze. In Dubai und Damaskus gibt es Tochtergesellschaften. Der 62 Jahre alte Takla ist Honorarkonsul für Syrien und Vize-Präsident des Syrian German Business Council in Deutschland.

„In Syrien gibt es einen enormen Investitionsbedarf. Häfen, Airports und Autobahnen werden gebaut oder erneuert, auch ins Wasser- und Energienetz fließt viel Geld. So soll Syrien zum Handelszentrum für die Golfstaaten heranwachsen“, erklärte Takla gegenüber ‚impulse‘. „Die Bedingungen für ausländische Investoren waren nie so gut wie heute – die eingeleiteten Wirtschaftsreformen greifen. Liberalisierung, Marktöffnung und Verwaltungsreform gehen voran. Zudem gibt es jetzt eine regelrechte Aufbruchstimmung im Land.“ Sorge um ihre Investitionen müssten Unternehmen trotz der Unruhen nicht haben.

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Takla warnt die deutschen Unternehmen davor, die Phase der Aufbruchsstimmung in der Region zu verpassen. Die Deutschen seien häufig übervorsichtig. „Schauen Sie: Die Deutschen kommen immer zu spät. Die Franzosen und Italiener sind längst da. Auch die Türkei ist in der Region enorm engagiert“, sagte Takla.

Die aktuellen Ausschreitungen sind für Takla eine Reaktion auf die zu langsam verlaufende Modernisierung und die Korruption. „Die Demonstranten haben schon mehr erreicht, als man noch vor ein paar Wochen erträumen konnte. Dass die seit 1963 geltenden Notstandsgesetze, die den Sicherheitskräften weitreichende Befugnisse ein¬räumen, nun auf den Prüfstand gestellt werden, ist für sie ein großer Erfolg. Genau wie der Rücktritt der Regierung. Staatschef Baschar el Assad wird nun die Umsetzung der Reformen beschleunigen“, so Takla. Der Honorarkonsul für Syrien glaubt, dass Assad auch künftig an der Spitze Syriens stehen wird.

Orginal-Meldung: http://www.presseportal.de/pm/8327/2029887/impulse_g_j_wirtschaftsmedien/api

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