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Greenline plant und errichtet 3-MW-Biogas-Einspeisungsanlage in Brandenburg

Die Biogasanlage in Wolfshagen, in Brandenburg ist im Januar 2014 in Betrieb gegangen. Generalplaner der Biogasanlage, die auf den Substratverbund Zuckerrübe und Mais setzt, ist das Planungsbüro Greenline aus Flensburg.

Zur Zeit befindet sich die Anlage im Probebetrieb. Für die Gasaufbereitung ist die ARCANUM Energy aus Unna und für die Einspeisung die ONTRAS Gastransport GmbH mit Sitz in Leipzig verantwortlich. Nach Fertigstellung der Gasaufbereitung und der Einspeisung wird die Anlage im Frühjahr komplett hochgefahren.

„Durch die Komplettbetreuung – vom Genehmigungsverfahren über die Anlagenplanung und -ausschreibung bis zur Bauüberwachung – wurde das Projekt vollständig im geplanten Rahmen abgeschlossen“, sagt der Greenline-Geschäftsführer Frank Nielsen. Darüber hinaus setzt die Anlage, die ab Sommer unter Volllast laufen wird, funktionell und betriebswirtschaftlich Maßstäbe und wird laut Nielsen die branchenüblichen Herstellungskosten deutlich unterschreiten.

Quelle: PR Schulz
Quelle: PR Schulz

Insgesamt werden in der Anlage jährlich rund 65.000 Tonnen Substrate und dabei vorwiegend Mais und Zuckerrüben vergoren und zu etwa 13 Millionen Normkubikmeter Biogas verarbeitet. Der größte Teil hiervon wird mittels einer organisch-physikalischen Wäsche zu Bioerdgas aufbereitetet und in das regionale Erdgas-Netz eingespeist. Der Rest steht für ein BHKW für die Wärmeversorgung der Anlage und zur Beheizung anliegender Haushalte und kommunaler Einrichtungen zur Verfügung.

Für zusätzlich Effizienz sorgt der Anlagenbetreiber Osters & Voss aus Groß Gottschow mit einem speziellen Logistik- und Lagerkonzept: Das Lohnunternehmen halbiert die Transportkosten mit kombinierten Mais- und Gärrestlieferungen. Damit die Befüllung und Entnahme der Zuckerrüben keine Verluste produziert, setzt Osters & Voss auf die Zuckerrübeneinlagerung in Fahrsilos. Trotz des niedrigeren Energiegehaltes ist die Energierübe in der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung durch Anbau- und Logistikvorteile mit dem Mais auf Augenhöhe.

Das Eintragssystem für Mais ist mit LKW befahrbar. Die Zuckerrüben werden in Schneckentrichtern aus Edelstahl eingebracht. Die Stahlhochfermenter zeichnen sich durch gute Mischergebnisse, eine hohe Eigenströmung und einen niedrigen Energieverbrauch aus. Auch die Nachgärer sind durch den niedrigeren TS-Gehalt leichter mischbar und wurden daher in Flachbauform aus günstigem Beton gebaut.

Eine niedrige Kostenstruktur stand bei der gesamten Generalplanung Pate. Entsprechend hat Greenline ein Anlagenlayout entwickelt, das den verfahrenstechnischen Anforderungen der Prozessbiologie und den genehmigungsrechtlichen Rahmenbedingungen in optimaler Weise Rechnung trägt.

Darüber hinaus galt es, eine Anlage im Industriestandard zu errichten, die durch detaillierte Funktions- oder Einzel-Ausschreibung, optimale Anlagenfunktionen, Materialauswahl und Produktivität bei niedrigen Investitions- und Betriebskosten gewährleistet.

Dazu hat ganz wesentlich die straffe Kommunikations- und Planungsorganisation sowie der intensive Austausch aller Beteiligten beigetragen: Ein abgestimmter Dialog zwischen Bauherren, Genehmigungsexperten, Behörden, Verfahrenstech- nikern, Anlagenplanern und Subunternehmern hat unter dem Strich zu einer sehr kurzen Genehmigungs- und Realisierungsphase geführt.

„Gerade vor dem Hintergrund der anstehenden EEG-Novellierung sind in Zukunft individuelle und effiziente Planungskonzepte sowie niedrige Baukosten ausschlaggebend für die Realisierungschance von Projekten“, verdeutlicht der Greenline-Geschäftsführer Frank Nielsen.

Quelle: PR Schulz

Veröffentlicht von:

Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche
Alexandra Rüsche gehört seit 2009 der Redaktion Mittelstand-Nachrichten an. Sie schreibt als Journalistin über Tourismus, Familienunternehmen, Gesundheitsthemen, sowie Innovationen. Alexandra ist Mitglied im DPV (Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V.). Sie ist über die Mailadresse der Redaktion erreichbar: [email protected]
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