Kolumnisten

Kolumnist Bernd Kiesewetter

mittelstand-nachrichten.de stellt zehn Fragen an Bernd Kiesewetter

Bernd Kiesewetter ist als erfahrener Unternehmer, Coach und Mentor vieler bekannter Persönlichkeiten, mehrfacher Buchautor und durch seine jahrelangen Radioauftritte bekannt als „Berlins Erfolgscoach Nummer Eins“. Er steht für eine Mission: Verantwortung.

Insbesondere Inhaber und Manager mittelständischer Unternehmen suchen seinen Rat, wenn es um die Themen Zukunftsplanung, Resilienz und Erfolg geht. Auf mittelstand-nachrichten.de schreibt er in seiner Kolumne „Mission Verantwortung“ darüber, was es heißt, eigenverantwortlich, nachhaltig und weitsichtig zu handeln, mental gesund zu bleiben und Verantwortung nicht nur zu tragen, sondern in allen Handlungen und Entscheidungen tatsächlich zu übernehmen.

1. Was beschäftigt Sie derzeit am meisten? Was treibt Sie in Ihrem beruflichen Alltag um?

ARKM.marketing
     
Sicherer Hafen für Ihre Unternehmensdaten: ARKM.cloud


 Mich beschäftigt die Frage, wie Unternehmer unter immer größerem Druck handlungsfähig, klar und gesund bleiben. Viele funktionieren nur noch, reagieren auf äußere Zwänge und verlieren dabei sich selbst aus dem Blick. Mein Antrieb ist es, Menschen wieder in die Verantwortung zu führen – raus aus der Opferrolle, rein in Gestaltungskraft. Unternehmer sein heißt für mich heute mehr denn je: führen können, entscheiden können und mit den eigenen Kräften haushalten können.

2. Wo liegen aktuell die größten Hindernisse des deutschen Mittelstandes?

Nicht zuerst im Markt, sondern im System. Überregulierung, Bürokratie, mittelalterliche Geschwindigkeiten bei Entwicklungen, Planungsunsicherheit – und eine Politik, die Unternehmertum meist misstrauisch statt wertschätzend betrachtet. Dazu kommt ein massiver Mangel an nicht ausbildungsfähigen oder betreuungsbedürftigen Arbeitskräften und eine zunehmende mentale Erschöpfung auf Inhaberebene. Viele Unternehmer und Manager sind müde geworden, weil sie ständig kämpfen müssen, statt gestalten zu dürfen.

3. Wo liegen aktuell die größten Chancen des deutschen Mittelstandes?

In seiner Substanz. Der Mittelstand verfügt über einen unvergleichlichen Antrieb. Das zeigt seine Leidensfähigkeit. Er ist flexibel, nah am Kunden und entscheidungsstark – wenn man ihn lässt. Digitalisierung, neue Arbeitsmodelle, klare Positionierung, modernes Marketing und zeitgemäße Führung bieten enorme Chancen. Wer bereit ist, sich weiterzuentwickeln, Verantwortung zu übernehmen und nicht auf den nächsten politischen Rettungsring zu warten, kann heute stärker wachsen als je zuvor.

4. Was muss sich dringend ändern in Deutschland, in Europa, in der Welt?

Wir brauchen wieder mehr positive Sicht auf Verantwortung statt Verlagerung von Schuld. Nicht nur die Unternehmer müssen gestalten dürfen, ohne permanent erklärt zu bekommen, was alles nicht geht. Wille, Mut, Risikobereitschaft und vor allem Leistung müssen wieder Anerkennung finden. In Europa und weltweit wünsche ich mir mehr Dialog, weniger Ideologie – und Entscheidungen, die langfristig tragfähig sind, nicht nur kurzfristig populär.

5. Was sollte sich aus Ihrer Sicht keinesfalls ändern?

Der Unternehmergeist. Menschen, die etwas aufbauen, etwas erreichen wollen, Verantwortung für andere übernehmen und Risiken eingehen, sind das Rückgrat jeder funktionierenden Gesellschaft. Dieser innere Antrieb, Dinge besser zu machen, Probleme zu lösen und Wert zu schaffen, das darf niemals verloren gehen.

6. Was bereitet Ihnen persönlich aktuell die größten Sorgenfalten?

Dass viele leistungsbereite Menschen beginnen, an sich selbst zu zweifeln, statt die Rahmenbedingungen zu hinterfragen und neue Wege zu suchen. Ich sehe Unternehmer, die fachlich brillant sind, aber innerlich ausbrennen. Wenn mentale Gesundheit und Stärke verloren gehen, helfen auch die besten Strategien nichts mehr. Dazu die gesellschaftliche Mentalität: die Provokation auf der einen und die Empörung auf der anderen Seite. Sie haben dazu geführt, dass wir aus jeder Mücke einen Elefanten machen, statt uns auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren.

7. Was hat Sie bewogen, Unternehmer zu werden? Und was treibt Sie davon noch heute an?

Der Wunsch nach Freiheit und Gestaltung. Ich hasse die Opferrolle, liebe die Selbstbestimmung und wollte nie darauf warten, dass jemand anders entscheidet. Unternehmertum bedeutet für mich bis heute, Verantwortung übernehmen zu können – für mein Leben, für meine Liebsten, für andere Menschen, für Ergebnisse. Dieses Motiv trägt mich noch immer.

8. Was würden Sie heute anders machen? Würden Sie sich wieder selbständig machen?

Ich würde mir früher starke Mentoren suchen und Sparringspartner holen. Und ja: Ich würde mich jederzeit wieder selbständig machen. Nicht, weil es leicht ist, sondern weil es ehrlich ist und für mich nichts anderes infrage kommt. Unternehmertum konfrontiert dich mit dir selbst. Das ist anstrengend, aber ungeheuer wachstumsstark.

9. Was treibt Sie an, sich jeden Tag Ihren Aufgaben zu stellen?

Der Impact. Wenn ein Mensch klarer wird, gesünder führt, bessere Entscheidungen trifft, er und sein Umfeld davon profitieren, dann entsteht eine unvergleichlich positive Wirkung. Das motiviert mich mehr als jede Zahl auf dem Konto.

10. Was tragen Sie und Ihr Unternehmen zur Gesellschaft bei? Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Gemeinwohl?

Ich arbeite daran, Menschen in ihre Verantwortung zu bringen – nicht in Abhängigkeit.
Nachhaltigkeit beginnt für mich beim Menschen: mental, emotional, körperlich. Unternehmen, die gesund geführt werden, handeln automatisch nachhaltiger, menschlicher und langfristiger. Gemeinwohl entsteht dort, wo Verantwortung gelebt wird, und nicht dort, wo sie verordnet wird. Zudem habe ich eine Menge Projekte, die ich unterstütze – von der Kinderstiftung „Die Arche“ über mein Engagement im Reitsport auch bei „Pferde für unsere Kinder e.V.“ bis zum Ehrenamt in der Drogentherapie bei „Kokon e.V.“.

Autorenprofil:

Bernd Kiesewetter ist als erfahrener Unternehmer, Coach und Mentor vieler bekannter Persönlichkeiten, mehrfacher Buchautor und durch seine jahrelangen Radioauftritte bekannt als „Berlins Erfolgscoach Nummer Eins“.

Seit vier Jahrzehnten in den verschiedensten Branchen tätig – in der Spitze mit sieben Unternehmen und 150 Mitarbeitern gleichzeitig – hat er unglaublich viele Höhen, Tiefen und Aha-Momente gesammelt, durch die er heute persönliche und unternehmerische Unterstützung wie kaum ein anderer bietet. Seine Themen sind Wachstum, Krisen und Neuausrichtung.

Seine Arbeit steht unter dem Leitmotiv Verantwortung – für sich selbst, die Mitarbeiter, das Unternehmen und die Gesellschaft. Sein Motto ist ebenso einfach wie vielschichtig: Haltung. Wirkung. Ergebnisse.

Weitere Informationen unter https://www.berndkiesewetter.com/

Zeige mehr
     
ARKM.marketing


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ich willige ein, dass meine Angaben aus diesem Kontaktformular gemäß Ihrer Datenschutzerklärung erfasst und verarbeitet werden. Bitte beachten: Die erteilte Einwilligung kann jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@sor.de (Datenschutzbeauftragter) widerrufen werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Das könnte auch interessieren
Schließen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Schließen

Werbeblocker erkannt!

Werbeblocker erscheinen auf den ersten Blick praktisch, weil sie störende Anzeigen ausblenden. Doch viele Internetseiten finanzieren sich ausschließlich durch Werbung – das ist oft die einzige Möglichkeit, die Kosten für Redaktion, Technik und Personal zu decken. Wenn Nutzer einen Werbeblocker aktivieren, entziehen sie der Seite diese wichtige Einnahmequelle. Die Folge: Verlage und Webseitenbetreiber verlieren  Einnahmen, die oft sogar die Gehälter ganzer Teams oder Redaktionen gefährden. Ohne Werbeeinnahmen fehlen die Mittel, um hochwertige Inhalte kostenlos anzubieten. Das betrifft nicht nur große Medienhäuser, sondern auch kleine Blogs, Nischenportale und lokale Nachrichtenseiten, für die der Ausfall durch Werbeblocker existenzbedrohend sein kann. Wer regelmäßig eine werbefinanzierte Seite nutzt, sollte sich bewusst machen, dass der Betrieb und die Pflege dieser Angebote Geld kosten – genau wie bei einer Zeitung oder Zeitschrift, für die man selbstverständlich bezahlt. Werbeblocker sind daher unfair, weil sie die Gegenfinanzierung der Verlagskosten und Personalgehälter untergraben, während die Inhalte weiterhin kostenlos genutzt werden. Wer den Fortbestand unabhängiger, kostenloser Online-Inhalte sichern möchte, sollte deshalb auf den Einsatz von Werbeblockern verzichten oder zumindest Ausnahmen für seine Lieblingsseiten machen. Wenn Sie unsere Seite weiterhin lesen möchten, dann seien Sie fair! Danke.