Das Immobiliengeschäft in Deutschland boomt weiter, und immer neue Rekordumsätze werden erzielt: Grund dafür sind die niedrigen Zinsen und die derzeit günstigen Baufinanzierungen. Doch in vielen deutschen Trendstädten werden bezahlbare Wohnimmobilien zunehmend knapper, was die Preise explodieren lässt. Wo es sich lohnt, schnell zuzuschlagen und in welchen Städten potenzielle Käufer noch längere Bedenkzeit haben, klärt der folgende Artikel.

Prognosen versprechen der Branche auch 2016 steigende Umsätze

Laut aktueller Medienberichte wurden 2015 schätzungsweise Wohnmobilen im Wert von über 200 Milliarden Euro verkauft – die Tendenz für 2016: weiter steigend. Die Schätzungen beruhen auf der Expertise amtlicher Gutachterausschüsse, die ihre Tendenz auch für 2016 mit weiter sinkenden Zinsen begründen.

Die Grundlage zur Ermittlung der bundesweiten Zahlen bilden die Kaufverträge. Skepsis ist in Anbetracht der weiter steigenden Preise für Wohnimmobilien angebracht. Denn besonders in Trendstädten wie Düsseldorf, München, Leipzig, Hamburg oder Berlin sollten Käufer schnell zuschlagen, bevor die Quadratmeterpreise in noch schwindelerregendere Höhen steigen. Ob Eigentumswohnung oder Haus: Hier gilt es frühzeitig zu kaufen, denn ein Ende der steigenden Preisspirale ist derzeit nicht in Sicht. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Wohnatlas 2016 der Postbank. Mehr Zeit lassen können sich interessierte Käufer laut Handelsblatt in Städten wie Hannover, Braunschweig, Bremen, Frankfurt oder Erfurt. Ein rapider Preisanstieg ist dort nicht zu erwarten. Anders sah es 2015 beispielsweise in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf aus, wo der Quadratmeter innerhalb eines Jahres signifikant teurer geworden ist.

Beispiel Düsseldorf

Allein 2015 sind Neubaueigentumswohnungen in Düsseldorf um 15,5 Prozent teurer geworden. Das berichtete kürzlich die Rheinische Post (RP). Umso eindrucksvoller wirken die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr, als die Steigerung der Preise bei “nur” 5,5 Prozent lag. Wer hier erwägt eine Immobilie zu kaufen oder zu verkaufen, sollte sich zuvor gründlich informieren, zum Beispiel im Rahmen einer professionellen Expertenberatung. Denn gerade bei hochpreisigen Wohngegenden wie in Düsseltal, Stockum oder Niederkassel liegen die Quadratmeterpreise innerhalb einer beträchtlichen Preisspanne von 5.400 bis 7.900 Euro, so die RP. In der Altstadt oder Oberkassel liegende Wohnungen aus den 1970er-Jahren bringen es pro Quadratmeter immerhin auf bis zu 6.800 Euro.

Wann sollte gekauft werden?

In Anbetracht solcher Zahlen stellt sich schnell die Frage, ob Kaufen tatsächlich immer die ideale Entscheidung ist. Dem ist laut Wohnatlas der Postbank nicht immer und nicht in jeder Stadt so: Wie das Handelsblatt den Wohnatlas auswertet, sei es gerade für Durchschnittsverdiener in Städten wie München, Dortmund, Duisburg, Potsdam oder Chemnitz derzeit günstiger, eine Wohnung zu mieten. Wie dieser Artikel erläutert, ist Wohneigentum momentan vor allem in Städten günstig, wo die Kaufpreise deutlich langsamer steigen als die Mietpreise, was zum Beispiel in Rostock, Hannover, Bremen, Mainz oder Erfurt der Fall sei.

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Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche
Sven Oliver Rüsche ist Gründer der Mittelstand-Nachrichten und schreibt über Wirtschaftsverbände, Macher im Mittelstand, Produkte + Dienstleistungen, Digitale Wirtschaft und Familienunternehmer. Er ist als Journalist Mitglied im DPV Deutscher Presse Verband - Verband für Journalisten e.V. / Mitgliedsnummer: DE-537932-001 / Int. Press-Card: 613159-537932-002. Er ist unter redaktion@mittelstand-nachrichten.de in der Redaktion erreichbar.
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