Datenschutz

Desk Sharing im Mittelstand rechtssicher umsetzen: Betriebsrat, Datenschutz, Compliance

Effizientere Flächen nutzen, das verspricht Desk Sharing. Aber sofort kommen die Fragen: Wer sitzt wann wo? Im Mittelstand entscheidet selten die Technik über Erfolg oder Misserfolg, sondern die saubere Regelung von Spielregeln, Mitbestimmung und Datenverarbeitung.

Mitbestimmung und interne Spielregeln gleich zu Beginn

Sobald im Betrieb die Nutzung von Arbeitsplätzen neu organisiert werden soll, ist meist auch der Betriebsrat betroffen. Praktisch geht es nicht um juristische Spitzfindigkeiten, sondern um klare, möglichst schriftliche Spielregeln. Zonenmodelle, Buchungsfristen, Umgang mit No Shows, Vertretungslogik und die Frage, ob es Bereiche mit festen Teamtagen gibt. Je konkreter all das geregelt ist, desto weniger Streit gibt es später im Alltag.

In der Abstimmung hilft eine klare Trennung: Regelwerk und Technik sind nicht dasselbe. Das Regelwerk sagt, wie gearbeitet wird. Die Technik setzt es um. Wer beides zusammen mischt, diskutiert sich fest, weil Einzeltool-Details plötzlich wie Grundsatzfragen behandelt werden.

ARKM.marketing
     
Sicherer Hafen für Ihre Unternehmensdaten: ARKM.cloud


Praktisch denkender Datenschutz: Zweck, Datenminimierung, Rollen, Löschkonzept

In einem Buchungssystem laufen meist Buchungsdaten, Standortdaten und Zeitstempel an. Datenschutzseitig ist vor allem wichtig, wofür die Daten verwendet werden. Platzreservierung und Kapazitätssteuerung, alles, was nach Leistungs- oder Verhaltenskontrolle riecht, macht Widerstand und erhöht die Gefahr, dass die Einführung politisch scheitert.

Um das von Beginn an sauber abzusichern, braucht es vier technische und organisatorische Leitplanken:

  1. Datenminimierung: Gespeichert wird alles, was für Buchung und Betrieb erforderlich ist
  2. Rollen und Berechtigungen: Mitarbeitende sehen ihre Buchungen, Admins sehen systemische Einstellungen, Auswertungen möglichst aggregiert
  3. Transparenz: Mitarbeitende sollten wissen, welche Daten entstehen, wer darauf zugreifen kann, wie lange sie gespeichert werden
  4. Ein klares Löschkonzept mit einer betrieblichen Notwendigkeit verbunden, das regelmäßig umgesetzt wird

Wichtige Systemanforderungen sollten auch im Projektverlauf weiter konkretisiert und verbindlich festgehalten werden. Die Desk Sharing Software Flexopus bietet dafür ein ausgeprägtes Rechte- und Rollenmanagement sowie Privacy by Design und Privacy by Default: Rollenmodelle, Berechtigungen und Prozesse lassen sich sauber abbilden, und datenschutzrelevante Einstellungen sind konsequent auf Zurückhaltung ausgelegt. Entscheidend ist dabei, dass der Kunde Zweck, Zugriffe, Auswertungen und Aufbewahrungsfristen selbst definiert und steuert – passgenau zur eigenen Organisation und ihren Datenschutzvorgaben.

Compliance und IT Betrieb: Rechtekonzept, Protokollierung, Integrationen

Compliance ist beim Desk Sharing fast nie ein „Extra“, sondern Teil der Betriebsfähigkeit. Ein sauberes Rechtekonzept verhindert Schattenadministration. Protokollierung ist hilfreich, wenn sie der Fehlersuche und Nachvollziehbarkeit dient, nicht der Auswertung ehemaliger Nutzer. Integrationen in Identitätsverwaltung und Single Sign On reduzieren Wildwuchs bei Accounts und machen Offboarding leichter. Wenn Mitarbeitende aus dem Unternehmen ausscheiden, müssen logische Enden der Zugänge und Datenpfade nachvollziehbar sein.
Auch der Umgang mit Besuchern und Besucherinnen ist zu klären. Wer lädt Gäste ein, welche Daten entstehen dabei und wie lange dürfen sie gespeichert werden? Je klarer diese Sonderfälle im Vorfeld definiert sind, desto weniger ad hoc Lösungen entstehen, für die später niemand die Verantwortung übernehmen möchte.

Akzeptanz kommt über gute Kommunikation und einen Pilot mit Feedback

Rechtssicherheit allein bringt noch keine Akzeptanz. Mitarbeitende wollen wissen, was sich konkret ändert. Ein kurzer, ehrlicher Kommunikationsrahmen bringt deutlich mehr, als große Versprechungen. Was ist der Zweck? Welche Regeln gelten? Was passiert, wenn alles nicht geht? Und wie wird verhindert, dass das System zur Kontrolle der Nutzer verwendet wird?

Praktisch funktioniert ein Pilot mit zwei bis drei Teams oft besser als ein Big Bang. Im Pilot werden Regeln geschärft, bevor sie dann unternehmensweit gelten. Plane Feedbackschleifen ein, aber nicht als dauerhafte Abstimmungen. Ein Termin nach zwei Wochen und einer nach sechs Wochen reicht in der Regel schon, wenn KPIs wie Auslastungen und No Show Quote parallel beobachtet werden.

Zeige mehr
     
ARKM.marketing


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ich willige ein, dass meine Angaben aus diesem Kontaktformular gemäß Ihrer Datenschutzerklärung erfasst und verarbeitet werden. Bitte beachten: Die erteilte Einwilligung kann jederzeit für die Zukunft per E-Mail an datenschutz@sor.de (Datenschutzbeauftragter) widerrufen werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
Schließen

Werbeblocker erkannt!

Werbeblocker erscheinen auf den ersten Blick praktisch, weil sie störende Anzeigen ausblenden. Doch viele Internetseiten finanzieren sich ausschließlich durch Werbung – das ist oft die einzige Möglichkeit, die Kosten für Redaktion, Technik und Personal zu decken. Wenn Nutzer einen Werbeblocker aktivieren, entziehen sie der Seite diese wichtige Einnahmequelle. Die Folge: Verlage und Webseitenbetreiber verlieren  Einnahmen, die oft sogar die Gehälter ganzer Teams oder Redaktionen gefährden. Ohne Werbeeinnahmen fehlen die Mittel, um hochwertige Inhalte kostenlos anzubieten. Das betrifft nicht nur große Medienhäuser, sondern auch kleine Blogs, Nischenportale und lokale Nachrichtenseiten, für die der Ausfall durch Werbeblocker existenzbedrohend sein kann. Wer regelmäßig eine werbefinanzierte Seite nutzt, sollte sich bewusst machen, dass der Betrieb und die Pflege dieser Angebote Geld kosten – genau wie bei einer Zeitung oder Zeitschrift, für die man selbstverständlich bezahlt. Werbeblocker sind daher unfair, weil sie die Gegenfinanzierung der Verlagskosten und Personalgehälter untergraben, während die Inhalte weiterhin kostenlos genutzt werden. Wer den Fortbestand unabhängiger, kostenloser Online-Inhalte sichern möchte, sollte deshalb auf den Einsatz von Werbeblockern verzichten oder zumindest Ausnahmen für seine Lieblingsseiten machen. Wenn Sie unsere Seite weiterhin lesen möchten, dann seien Sie fair! Danke.