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Vollmond – interessante Fakten

Wann ist eigentlich Vollmond?

Vollmond ist genau an dem Zeitpunkt, wenn Sonne und Mond von der Erde aus betrachtet, in der entgegen gesetzten Richtung stehen, also in Opposition zueinander. Dann wird die gesamte der Erde zugewandte Seite des Mondes von der Sonne beleuchtet und erscheint hell. Seine durchschnittliche Helligkeit ist rund 250 mal so hell wie der ihn umgebende Sternenhimmel. Beim genauen Gegenteil, dem Neumond, befindet sich der Mond zwischen Erde und Sonne in Konjunktion und dann ist nur die dunkle (Nachtseite) des Mondes sichtbar und mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Vollmond ist exakt alle 29 Tage, 12 Stunden und 44 Minuten. So lange dauert ein voller Mondumlauf um die Erde. Als runde Scheibe ist der Mond natürlich nicht nur diesen einen Moment sondern länger zu sehen. Weil der Mond die Erde nicht auf einer runden, sondern auf einer ekliptischen Bahn umkreist, schwankt sein Abstand zur Erde und deshalb erscheint der Vollmond unterschiedlich groß und unterschiedlich hell. Es gibt zu bestimmten Zeiten den sogenannten Supervollmond, der etwa ein Siebtel größer und ein Drittel heller als der durchschnittliche Vollmond erscheint, obwohl der Erdtrabant natürlich immer gleich groß ist.

Die Wirkung des Vollmondes auf die Erde und die Menschheit

Ob der Vollmond aber, abgesehen davon, dass er die Nächte heller macht, irgend einen Einfluss auf die Natur und auf den Menschen hat, darüber streiten sich die Gelehrten schon sehr lange. Das eine Lager steht auf dem Standpunkt, dass der Mond überhaupt keinen Einfluss haben kann, weil er nichts weiter als ein großer Steinbrocken ist, der die Erde umkreist. Ob Vollmond oder Neumond, er hat kein Magnetfeld, sendet keinerlei Strahlung aus. Woher sollte also sein Einfluss herrühren. Das andere Lager sieht dagegen schon Wirkungen des Mondes und ganz besonders des Vollmondes. Er soll Ebbe und Flut, das Wachstum der Pflanzen, das körperliche und seelische Befinden der Menschen und das Verhalten der Tiere beeinflussen und steuern.

Das der Vollmond aber auch der Neumond die Gezeiten beeinflusst, wird von den Wissenschaftlern kaum bestritten. Schließlich werden sie in erster Linie durch die Anziehungskraft von Mond und Sonne ausgelöst. Wenn beide annähernd eine Linie mit der Erde bilden, dann ist der Tidenhub besonders groß und es kommt vermehrt zu sogenannten Springfluten. Besonders wahrscheinlich sind die an den Super-Vollmonden.

Ob Pflanzen bei Vollmond besser anwachsen und sich prächtiger entwickeln, ob man dann säen, mähen und ernten, Hecken und Bäume beschneiden soll oder lieber nicht, lässt sich wissenschaftlich nicht belegen. Trotzdem glauben viele Menschen daran und richten sich bei der Feld- und Gartenarbeit nach den Mondphasen und nach speziellen Mondkalendern. Sind das alles Spinner? Durchaus nicht, sie vertrauen langjährigen Beobachtungen, die von unseren Vorfahren in den sogenannten Bauernregeln zusammengefasst worden sind.

Was die Wirkung des Vollmondes auf uns Menschen angeht, ist es ähnlich. Mancher behauptet, bei Vollmond schlechter schlafen zu können, unruhiger zu sein oder sogar zu schlafwandeln. Andere berichten von vermehrten Kopfschmerzen, Frauen von stärkeren Menstruationsbeschwerden. Es soll bei Vollmond häufiger als sonst zu Herzinfarkten und Schlaganfällen aber auch häufiger zu Geburten kommen. Auch eine erhöhte Zahl von Verbrechen, von Unfällen und von Selbstmorden wird dem Vollmond zugeschrieben. Stimmt das alles oder ist es Unsinn. Sicher kann das niemand sagen, schon deshalb nicht, weil es gar keine belastbaren langjährigen Statistiken und auch keinen einleuchtenden wissenschaftlichen Grund für solche Phänomene gibt. Aber eines ist sicher: Es gibt Menschen, die die magische Kraft des Vollmondes intuitiv stärker als andere spüren und für die hat er deshalb auch eine besondere spirituelle und körperliche Wirkung, die andere Menschen überhaupt nicht spüren und deshalb auch nicht nachempfinden können.

Der Vollmond in der Geschichte, in Mythen und Sagen

Solange es uns Menschen gibt, beflügelt der Vollmond unsere Fantasie. Es gibt unendlich viele Geschichten von Weisen Frauen, die in Vollmond-Nächten Kräuter und Wurzeln sammelten, von Hexen die im Schein des Vollmondes ihre speziellen Tränke brauten und Menschen, die sich bei Vollmond in furchtbare Werwölfe verwandelten. Aber es gab auch Dichter, die in wunderschönen lyrischen Versen die Schönheit es Vollmondes besangen und Maler, die ihn auf ihre Gemälde bannten. Er ist eben nicht nur ein großer Felsbrocken, der unsere Erde umkreist. Vollmondnächte haben ihren ganz eigenen Zauber und wecken ganz besondere Gefühle in denen, die zu ihm aufsehen.

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