Nun ist es amtlich: der Sommer 2015 war der weltweit wärmste seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen. Es gibt keinen Zweifel mehr: die Welt befindet sich mitten in einer stetigen Klimaerwärmung. Mit dafür verantwortlich ist die ständig steigende Emission von Treibhausgasen durch die Industrieländer. Der CO2-Ausstoß ließe sich reduzieren – durch Abkehr von fossilen Brennstoffen bei der Energieerzeugung und vor allem durch einen konsequenteren Ausbau der Energieeffizienz. Allein durch den Einsatz hocheffizienter LED-Lampen bei der Beleuchtung könnten Unternehmen ihren Gesamtstromverbrauch sofort deutlich senken, denn dafür fallen im Schnitt 20 Prozent der Stromkosten an.

Außergewöhnliche Hitzewellen mit Temperaturen bis 45 Grad in Indien, extreme Dürre und massive Waldbrände in Kalifornien sowie absolute Sommer-Rekordtemperaturen in Süddeutschland: Die US-Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA bestätigte am 17.9. offiziell, dass die drei Sommermonate von Juni bis August 2015 weltweit die wärmsten jemals gemessenen Monate gewesen sind. Das wird den Druck auf die Industrieländer verstärken, auf der Pariser UN-Klimaschutzkonferenz im Dezember 2015 endlich entschlossenere Schritte zu unternehmen. Vor allem die USA, weltweit zweitgrößter CO2-Emittent, müsste eine neue Vereinbarung mittragen. Die bisher zögerliche Haltung dazu könnte sich angesichts der neuen Datenlage nun ändern.

Die Lösung: Clean Energy und Energieeffizienz

Energieerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen, bei denen kein Kohlendioxid emittiert wird, ist weltweit auf dem Vormarsch und langfristig alternativlos. Doch eine nachhaltige Energiepolitik funktioniert nicht ohne einen intelligenten Umgang mit dem Verbrauch. Martin Bornholdt, geschäftsführender Vorstand der DENEFF betont: „Die weltweit wichtigste Energieressource ist die Erhöhung der Energieeffizienz“. Die DENEFF – Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz – hat deshalb unter anderem ein Partnernetzwerk geschaffen, in dem international Best Practices und Erfahrungen ausgetauscht werden und auch bei der weiteren Ausgestaltung der EU-Politik zu Energiethemen kooperiert wird.

Tipp für schnelle Reduzierung des Stromverbrauches: LED-Beleuchtung

„Besonders schnell und unkompliziert lässt sich in Unternehmen durch eine Umrüstung der Beleuchtung Strom einsparen. Mit LED-Lampen reduzieren sich sowohl der Verbrauch als auch die CO2-Emissionen sofort um rund 65 Prozent“, erläutert Marco Hahn von der Deutschen Lichtmiete, die professionelle LED Industrie-Beleuchtung langfristig vermietet – und damit einen Umstieg ohne Kapitaleinsatz ermöglicht. „Je nach Branche machen die Stromkosten für die Beleuchtung durchschnittlich 20 Prozent des Gesamtverbrauches aus, wobei dieser Anteil in einigen Industriezweigen deutlich höher liegt “, erläutert Marco Hahn. Eine Umrüstung wäre damit ein nicht unerheblicher Hebel, um die Energieeffizienz im Unternehmen mit einem Schlag drastisch zu erhöhen. Mit dem Konzept der Umrüstung per Miet-Modell, für das sich schon eine Reihe von namhaften deutschen Unternehmen entschieden hat, plant die Deutsche Lichtmiete, den Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases bis 2020 um eine Million Tonnen zu reduzieren.

Volkswirtschaftlich enormes Sparpotenzial durch effizientere Beleuchtung

Die EU-Kommission diskutiert derzeit die stufenweise Umstellung des Marktes von den derzeit noch weit verbreiteten Halogen- auf LED-Leuchten. Eine Verkürzung der entsprechenden Fristen und eine breit angelegte Umrüstung auf LED-Lampen der Energieeffizienzklasse A ab 2016 würde zu enormen Einsparungen für die europäischen Volkswirtschaften führen. Hochrechnungen erwarten dabei eine Stromeinsparung von 105 Terawattstunden bis 2026. Das entspricht mehr als 110 Prozent der Stromerzeugung deutscher Kernkraftwerke in 2014. Diese Leistung könnte wegfallen – und der Ausstoß der schädlichen Klimagase würde sich um die gleiche Menge reduzieren.

Quelle: HARTZKOM

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Veröffentlicht von:

Despina Tagkalidou

Despina Tagkalidou ist Auszubildende zur "Kauffrau für Marketingkommunikation" beim ARKM Online Verlag in Gummersbach. Neben ihren täglichen Aufgaben in den Bereichen Werbung, Public Relations, Messe und Design unterstützt sie die Mittelstand-Nachrichten in Form von aktuellen Meldungen.